Rezepte

"Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."  Mahatma Gandhi, (1869-1948)

Die Ansammlung von Ackerland in wenigen Händen gefährdet die Ernährungssouveränität, mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet das die Entziehung des Rechtes jeder Gemeinschaft, selbst zu entscheiden, was sie anbaut, erzeugt und isst und bedroht dadurch die wirtschaftliche Unabhängigkeit ansässiger Gemeinschaften.

Slow Food versteht sich als eine Gegenbewegung zum uniformen und globalisierten Fastfood.

Slow Food ist eine internationale Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass
- jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sichert
- Existenzdeckung und Zuwächse bei den Erzeugern nicht bedroht werden
- die Quellen des Lebens bewahrt und die natürlichen Ressourcen für kommende Generationen gewährleistet werden, um die Erde vor der Zerstörung zu retten.

Slow Food Deutschland e.V. ist eine Non-Profit-Organisation, mit inzwischen über 13.000 Mitgliedern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kultur des Essens und Trinkens und des bewussten Genießens in Zeiten von Fast Food zu pflegen und lebendig zu halten.

Unser Essen ist untrennbar verknüpft mit Politik, Wirtschaft, Gesundheit und Umwelt, Landwirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Wissen.

Daher sollen unsere Lebensmittel gut, die Nahrung geschmacklich und gesundheitlich einwandfrei sein

sauber ohne Schaden an Mensch, Natur und Tier angerichtet zu haben hergestellt sein

und fair sein die Erzeuger müssen faire Entlohnung für Produkte und Arbeit erhalten

Essen geht uns alle an, deshalb kämpft eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und Händlern aus Überzeugung und Leidenschaft gegen diese durch Profitgier gekennzeichneten kranken Machtstrukturen und für das Recht jedes Menschen auf Genuss und gutes Essen. Genussvolles Essen bedeutet Genuss für alle Menschen. Alle sollen gut essen, in allen Teilen der Welt.
Um Missverständnisse auszuschalten, es geht hier nicht darum, elitäres Genießertum zu lancieren, sondern um ein universelles Recht auf bewussten Genuss, den unbedenklichen Verzehr von Nahrung, selbst in Form der noch so einfachsten Speise, die nach den oben beschriebenen Slow Food-Kriterien bereitet wurde.

"Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen." (Sir Winston Leonard Spencer-Churchill, 30.11.1874 – 24.01.1965)

Vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung und den ökologischen Belastungen wie dem Klimawandel wird auch landwirtschaftlicher Boden immer mehr zu einem raren Gut und rückt verschärft in das wirtschaftliche Interesse.

Seit der weltweiten Finanzkrise gelten Investitionen in Ackerflächen als besonders krisensicher.
Waren es früher Staaten, die Länder kolonisierten, sind es heute Energie-, Rohstoff- oder Finanzkonzerne. Hedgefonds und Banken investieren Milliardenbeträge in Landgeschäfte.

Sie kaufen und pachten großflächig Land in Afrika, Asien, Osteuropa und Südamerika. Diese Aneignung von Agrarland im großen Stil mit zweifelhaften Methoden, aus spekulativen Gründen oder aus Interessen der Großindustrie heraus, nennt man Land Grabbing.

Die darauf angebauten Produkte sind fast ausschließlich für den Export bestimmt. Das heißt, sie werden von den Staaten der Investoren importiert und dienen so der Ernährungssicherheit dieser Staaten.
Im Zusammenhang mit dem komplexen Thema Macht und Umwelt stößt man auch neben Landraub und Vertreibung von Gemeinden auf wachsenden Machtschwund der Politik durch die bestimmenden Wirtschaftskonzerne unter Beihilfe eines Teils der internationalen Finanzwelt.
Präsident Barack Obama wurde nun das Handelsmandat "Trade Promotion Authority (TPA)" gewährt für die Verhandlungen über die geplanten Freihandelsabkommen mit dem Pazifikraum und der Europäischen Union, wobei die Intention Washingtons derzeit bei den Gesprächen über das Pazifik-Abkommen liegt.
Diese so deklarierten »Handelsabkommen« werden als »Abschaffung von Zollschranken im Sinne des Freihandels« angepriesen, verschweigen aber die wahren Absichten.

Die präsidentielle Verhandlungsvollmacht ermöglicht es Obama, die Freihandelsabkommen selbst auszuhandeln und dem Kongress abschließend lediglich zu einer einfachen Ratifizierung vorzulegen, ohne eine Debatte der Legislative über Abänderungen oder Zusätze.

So ist garantiert, dass alle von der Exekutive ausgehandelten Bedingungen des Abkommens voll und ganz umgesetzt werden.
Die wichtigsten Führungskräfte des Landes, aus Wallstreet und der Konzernwelt, arbeiten direkt mit dem Präsidenten, Mitgliedern seines Kabinetts und Beauftragten zusammen, um das Freihandelsabkommen durchzusetzen.
Diese Repräsentanten formulieren derzeit ihre Anliegen im Dunstkreis der Administration Obama, damit so gut wie ausschließlich die Konzerne in den nächsten sechs Jahren das Sagen haben und sie ihre Interessen durchsetzen können.
Unter zweifellos weiteren sehr strittigen Punkten im Abkommen ist hier zum Thema Ernährung schwerpunktmäßig das Problem der Genetisch veränderten Nahrungsmittel anzuführen.
Die US-Agrarunternehmen wollen einen besseren Zugang für genetisch modifizierte Nahrungsmittel und hormonbehandeltes Fleisch.
Es herrscht die Befürchtung, dass die USA alle TPP-Länder dazu zwingen will, die Kennzeichnungspflichten (GVO) (Genetisch veränderte Organismen) abzuschaffen, weil die als genetisch verändert deklarierten Lebensmittel auf den Märkten der einzelnen Länder weniger oder gar nicht akzeptiert werden. "Die US-Regierung arbeitet daran, »die Marktstörungen aufgrund von weltweiten Unterschieden in Zulassungssystemen für landwirtschaftliche Produkte aus moderner Biotechnologie« zu beseitigen." (US-Handelsbeauftragter Froman)

Die Unterzeichnerländer der TPP müssen es folglich dann zulassen, dass GVO in ihrem Land angebaut und heimlich in der gesamten Nahrungsmittelversorgung verwendet werden, wobei jeder Widerstand gegen GVO als »gegen den freien Handel gerichtetes Vorgehen gilt «, das zu wirtschaftlichen Sanktionen gegen das betreffende Land führen kann.
Ziel dieser Handlungsweise ist, den Bürgern in den Mitgliedsländern die Kontrolle über die Lebensmittelsicherheit zu nehmen, sie darüber im Unklaren zu lassen, was sie essen, wo und unter welchen Bedingungen das Produkt angebaut wird und ob die Verwendung von Herbiziden und Pestiziden gegeben ist.


"Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus."
(ENZYKLIKA LAUDATO SI’VON PAPST FRANZISKUS ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS, 24. Mai 2015)
Laudatio si von Papst Franziskus in deutscher Sprache
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html


Quellenhinweise:
Ein unerträgliches Maß an Einfluss auf die nationale und internationale Nahrungs- und Landwirtschaftspolitik: (http://www.handelsblatt.com/unternehmen), über die Aufhebung sämtlicher Verbote für gentechnisch veränderte Organismen: (http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/dr-paul-craig-roberts/die-luegenmaschinerie.html), Wissen, was man isst! https://www.slowfood.de/.Folgen des Widerstandes gegen GVO: (http://www.facing-finance.org/de/2015/06/us-regierung-greift-in-geplantes-gen-pflanzen-moratorium-in-costa-rica-ein/), (https://amerika21.de/2015/06/123367/moratorium-gentech-costa-rica), Patente auf gentechnische Methoden: (https://www.no-patents-on-seeds.org/de), Dokumentarfilm über was es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht: (http://www.arte.tv/de/1930194.html), Freihandelsabkommen: Ausbeutung und Not in Mexiko, um amerikanische Konsumenten mit Lebensmitteln zu versorgen – und noch über sehr viel mehr: (http://netzfrauen.org/2015/07/24/)

 

 

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